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Erfahrungsbericht über ein Praktikum in Córdoba, Argentinien:

 

Die Fundación Lorenzo Milani ist ein Heim mit integrierter Schule für Kinder und Erwachsene mit geistiger Behinderung. In der Einrichtung Leben ca. 30 Menschen im Alter von 7-40 Jahren. Einige besuchen nur die Schule, die meisten fahren am Wochenende zu ihren Eltern und ein paar wohnen die ganze Zeit über in dem Heim.

 

Vormittags besuchen alle Bewohner die Schule, nachmittags gibt es zwei Angebote: Sport und Rhythmikunterricht oder Bastelangebote. Es arbeiten verschiedene Berufsgruppen in dem Heim: Erzieherinnen, Physiotherapeuten, Psychologen und Sonderschullehrer.

 

 

Nachdem ich eine Woche dort hospitierte, unterrichtete ich eine kleine Gruppe von Schülern nachmittags von Montag bis Donnerstag für jeweils vier Stunden. Wir sangen und bastelten gemeinsam. Zur Unterstützung unserer Kommunikation führte ich Gebärden und Bildsymbole ein, da diese Gruppe kaum verbale Sprache benutzte. Danach oder beim Spiel im „patio“ konnte ich mich immer mit den anderen Lehrerinnen austauschen.

 

Der Schulleiter, Juan Manuel Minatti, hat sich sehr viel Zeit für mich genommen, mir vieles erklärt und Córdoba gezeigt. Ich konnte meine Wünsche und Interessen äußern und jederzeit Fragen stellen. Sicherlich ist es auch möglich, mehr im Heim mitzuarbeiten oder vormittags am Unterricht teilzunehmen. Die Praktikumsstelle eignet sich für Sonderpädagogen, Sozialpädagogen, Heilpädagogen und sonstige soziale Berufe. Die Schule und der Schulleiter freuen sich jederzeit über Praktikanten. Er hilft auch gerne dabei, eine Unterkunft zu finden und kann eine Sprachschule vermitteln. Ich wurde von allen, den Angestellten und allen Heimbewohnern, sehr liebevoll aufgenommen und habe auch heute noch Kontakt zu ihnen.

 

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